Aus Trümmern
auf den Golfplatz

Berufswechsel, Scheidung, Umzug – heute gehören Neubeginne zum Leben dazu. Käthe Henneberger schlief in einem Kleiderschrank, als der Krieg ihr alles genommen hatte. Sie erarbeitete sich eine Karriere und Wohlstand und konnte ihre Freizeit später auf dem Golfplatz genießen.

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Käthe Henneberger (1931)

Caritas Seniorenzentrum St. Thekla, Würzburg

Als die gebürtige Würzburgerin 14 Jahre alt war, erlebte Käthe Henneberger die Bombardierung Würzburgs am 16. März 1945 hautnah mit. Bis dahin besaß ihre Familie ein Lebensmittelgeschäft in der Hofstraße, in dem sie neben der Schule tatkräftig mithalf. In den Ruinen bauten sie sich das Geschäft wieder gemeinsam auf, während sie mit ihrer Mutter und den Geschwistern in Eibelstadt leben und in einem Kleiderschrank schlafen musste.

Käthe Henneberger entschied sich für eine kaufmännische Ausbildung und unterstützte ihren Ehemann, der bei der Sparkasse arbeitete, dabei, nationale und ausländische Firmen, die mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in die größeren Städte umgezogen waren, nach Kriegsende wieder zurück nach Würzburg zu holen.

Dazu liehen sie ihnen die (finanziellen) Mittel, um einen Markt aufzubauen, und vermittelten sie anschließend weiter.

So baute sich Käthe Henneberger nach und nach selber eine erfolgreiche Existenz auf, während sie den Wiederaufbau Würzburgs vorantrieb und Immobilien in prominenter Lage wiedererrichten ließ. Als Kaufmann Rudi May 1984 seinen Golf Club eröffnete, waren Käthe und ihr Ehemann die ersten Mitglieder. Damals ein außergewöhnlicher Freizeitsport - und ein Zeichen von Wohlstand, dessen sie sich sehr bewusst ist und für den sie lange und hart gearbeitet hat.

vorsprungdurchfalten.de ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Caritasverband für die Diözese Würzburg und atelier zudem.