Twitternde Präsidenten und Fake News bestimmen im Internet die Meinungsmache. Horst Arendt hat immer ehrlich ausgesprochen, was er dachte, selbst wenn er damit aneckte. Nur einmal, während des Kriegs, da hat sogar er es besser gewusst und seine Gosche gehalten.

An Ecken muss man Kurven gehen

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Horst Arendt (1925)

Caritas Haus St. Elisabeth, Kitzingen

Horst Arendt hatte schon immer eine Meinung und keine Angst, sie offen auszusprechen, auch wenn das nicht immer auf Gegenliebe stieß. Aufgewachsen in Berlin, absolvierte er eine Ausbildung zum Optiker für Ferngläser und U-Boot-Teleskope. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er als Marinefunker in Westerland und Sylt und entging nur knapp einem feindlichen Angriff. Das war die einzige Zeit in seinem Leben, in der er sich zurückhielt, laut auszusprechen, was er dachte.

 

Nach dem Krieg schulte Horst Arendt um auf Mechaniker und trug in Charlottenburg Kohlen aus, bis seinen Knien und Muskeln die Kraft ausgingen. Damals glaubte er nicht daran, dass er einmal älter als 70 wird. Auch deswegen hat er sich nie verbiegen lassen: "Ich bin immer den geraden und ehrlichen Weg gegangen - und bei Ecken muss man eben Kurven gehen, auch wenn das vielleicht nicht allen gefällt."

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