Ordnung ist
das halbe
Leben

Elisabeth Köhler nutzte im Unterricht den analogen Vorreiter des Tablets: eine Schiefertafel mit Schwamm. Die Kinder wischten Fehler weg, ohne Sauerei. Damals waren Schüler nämlich besser erzogen als heute: Pünktlichkeit, Ordnung und Gehorsam brachten sie aus dem Elternhaus mit.

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Elisabeth Köhler (1926)

Caritas Haus St. Elisabeth, Kitzingen

Eigentlich wollte Elisabeth Köhler Ärztin werden, doch nach dem Abitur zog es sie in einen "damals wie heute typischen Frauenberuf": Grundschullehrerin. Sie bereute es nie und hatte stets Freude bei der Arbeit, auch wenn sie für die Erziehungsmethoden ihrer Zeit zu sanft war.

 

In Albertshofen brachte Elisabeth Köhler ihren Kindern Deutsch bei, indem sie viele Bücher mit ihnen las, Lieder sang und Gedichte auswendig lernen ließ. Nachmittags standen Malen und Turnen auf dem Stundenplan.

Statt Gewalt setzte sie Strafarbeiten ein, um den Kindern Werte wie Pünktlichkeit und Ordnung zu vermitteln. Die brachten sie meist schon aus ihrem Elternhaus mit - anders als heute, da ist sich Elisabeth Köhler sicher. Schuld daran sind in ihren Augen die modernen Medien.

 

Neben Elisabeth Köhler arbeiteten noch sechs weitere Lehrerinnen an der Albertshöfer Grundschule. Obwohl sie alles gemeinsam entschieden, wurde sie zu ihrer Sprecherin, später sogar zur Schulleiterin ernannt.

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