Digitalisierung und Globalisierung bieten viele Möglichkeiten – zu viele, um sich zu entscheiden? Während Edeltrud Hohmanns „Entlasstagen“ hatten Jugendliche nach dem Schulabschluss oft zum ersten Mal Zeit, darüber nachzudenken, was sie mit ihrem Leben anstellen wollen.

Zeit, über
sich selbst
nachzudenken

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Edeltrud Hohmann (1935)

Caritas Seniorenzentrum St. Thekla, Würzburg

Edeltrud Hohmann arbeitete lange als Schneiderin in einer Fabrik, bevor sie ihre Bestimmung fand. Ein Beruf mit Menschen sollte es sein, mitten in der Kirche: Drei Jahre dauerte die Ausbildung zur Gemeindereferentin in Gemünden. Danach vertrat sie viele Jahre lang die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Diözesanreferentin des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Besonders der Aufbau der Jugendarbeit und die Unterstützung junger Frauen lagen ihr am Herzen. Sie überzeugte Eltern und Lehrkräfte von der Notwendigkeit der "Entlasstage", organisierte und begleitete diese.

In einer Zeit, in der Heranwachsende kaum Gelegenheit hatten, über ihre Zukunft nachzudenken, suchte Edeltrud nach Betrieben in der jeweiligen Region, durch die sie Schulklassen führte und in denen sie Berufe, z. B. in der Industrie oder Textilbranche, vorstellen konnte.

 

Diese mehrtägigen Ausflüge wurden mit Fördermitteln des Bayerischen Staates finanziert. Als diese knapp wurden, starben auch die "Entlasstage" aus. Schade, findet Edeltrud, wurde den 13- und 14-Jährigen damit doch in der Praxis gezeigt, wie die Welt funktioniert.

vorsprungdurchfalten.de ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Caritasverband für die Diözese Würzburg und atelier zudem.