Aus allem
immer das
Beste machen

Schätzungen zufolge leiden weltweit rund 350 Millionen Menschen an Depressionen. Aus einer verschleppten Mandelentzündung entwickelte sich bei Christel Kuhn Rheuma, das sie beide Beine und die Funktionstüchtigkeit ihrer Hände kostete. Sie lächelt trotzdem und freut sich, dass sie lebt.

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Christel Kuhn (1939 – 2019)

Caritas Haus St. Elisabeth, Kitzingen

Getreu dem Rat ihres Vaters, nicht beim Lernen zu vergammeln, trieb es Christel Kuhn nach der Handelsschule direkt in ihre erste Anstellung bei der BayWa in Kitzingen, die eine von vielen Stationen der gelernten Bürokauffrau sein sollte. Sie arbeitete neben der Erziehung ihrer beiden Kinder in Büros und Lohnabteilungen verschiedener Firmen und Branchen, wie einem Großhandel für Gardinen, einer Autofirma und einem Krankenhaus. Auf all ihren Arbeitsstellen war sie bekannt als die Mitarbeiterin, die aus allem das beste machte und fast alles besorgen konnte, was gerade gebraucht wurde. 

Früher spielte Christel Kuhn Handball, einige Jahre sogar richtig gut. Dann wurde bei ihr Rheuma diagnostiziert, scheinbar eine Folge einer verschleppten Mandelentzündung. 

Nach und nach wurden ihr die Zehen, dann ein Fuß, am Ende sogar beide Beine amputiert. Doch mit jedem fehlenden Körperteil wuchs ihr Lebenswille, und mit ihrer warmen und sympathischen Art inspirierte sie die Menschen in ihrem Umfeld.

 

"Man kann nicht immer nur auf alles schimpfen. Man muss auch die positiven Dinge sehen." Mit dieser Einstellung wurde sie von ihren Mitbewohnern bei der Caritas zur Heimratsvorsitzenden gewählt. In dieser Funktion vertrat sie die Interessen der Bewohner und vermittelte bei Meinungsverschiedenheiten.

 

Christel Kuhn verstarb kurz vor Druck des Kalenders.

vorsprungdurchfalten.de ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Caritasverband für die Diözese Würzburg und atelier zudem.