Gemeinsam erleben,
statt alleine teilen

Heute kann man überall und zu jeder Tageszeit Filme und Serien streamen. Arnold Schatzler findet trotzdem, dass Kino unersetzbar ist, weil nur ein dunkler Raum voller Menschen und das gemeinsame Erlebnis echte Emotionen und Atmosphäre erzeugen.

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Arnold Schatzler (1936)

Caritas Seniorenzentrum St. Thekla, Würzburg

Bis das Corso 2009 als letztes der inhabergeführten Kinos in Würzburg schloss, arbeitete Arnold jeden Tag dort. Er zeigte Arthouse-Filme europäischer Regisseure und amerikanische Filmkunst; Disneys "Das Dschungelbuch" lief fünf Wochen am Stück. Bis heute gestaltet er die Würzburger Kinolandschaft im Central Programmkino und der Filminitative Würzburg mit, weil er sich sicher ist, dass TV und Handy niemals die Atmosphäre eines dunklen, vollbesetzten Kinosaals ersetzen werden.

Im Alter von 8 Jahren flüchtete Arnold Schatzler aus Breslau nach Würzburg, wo er später die Handelsschule besuchte und seine Ausbildung zum Versicherungskaufmann absolvierte. Mit der Wieder- und Neueröffnung des Odeon-Lichtspielhauses und Corso Kino Centers erwachte seine Liebe zu Kino und Film.

Gab er zuerst sein gesamtes Lehrgeld für Eintrittskarten aus, investierte er ab den 1950er Jahren seinen Lohn mindestens zweimal pro Woche ins Kino. Irgendwann interessierte er sich für den ganzen Prozess hinter der Leinwand und verbrachte seine Freizeit 20 Jahre lang mit ehrenamtlicher Programmplanung und Dekoration. Als er 1970 gefragt wurde, ob er Kinoleiter des Corso werden wollte, überlegte er keine Minute für seine Zusage.

vorsprungdurchfalten.de ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Caritasverband für die Diözese Würzburg und atelier zudem.